Aktuelles - Brandenburgische Staedtebahn

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Aktuelles

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Die IG Städtebahn wünscht Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das Jahr 2017.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, Zeit noch einmal kurz das Jahr Revue passieren zu lassen.

Brandenburg-Bad Belzig
Die Firma Prinsen benötigte weitere Gleise und setzte den Abbau der Strecke im Bereich der Firmenniederlassung fort.
Der Landkreis hat auf dem Kreisentwicklungskonzept zwar von Fehlern gesprochen, nur lernen tut man nicht daraus.
Auch gibt es keine Ansätze einer möglichen Trassensicherung der stillgelegten Städtebahnabschnitte.

Bad Belzig - Niemegk (-Treuenbrietzen)
Zur Entwicklung des noch bestehenden Abschnittes zwischen Bad  Belzig und Niemegk gibt es nichts positives zu berichten.
Der geplante Start 2016 hat sich zerschlagen.
Vom Landkreis gibt es keine neuen Vorschläge zur Entwicklung des Abschnittes zu touristischen Zwecken und die DRE will den Bahnhof Niemegk abgeben.
Seit dem Startschuss durch den Landkreis ist schon geraume Zeit vergangen und bei der derzeitigen Geschwindigkeit durch die beiden vorgenannten Hauptakteure wird es keine Zukunft für diese Strecke geben und könnte damit wohl ein Fall für die Firma Prinsen werden.
Der Abschnitt von Niemegk nach Treuenbrietzen dient als zu begrünende Ausgleichsfläche für einen WKA-Betreiber.




Abgabe von Eisenbahninfrastruktur durch die DRE
Familienfest  Bw Seddin am 27.08.2016


Weiterer Rückbau in Reckahn (Mai 2016)
15 Jahre SPNV-Abbestellung zwischen Brandenburg-Belzig

Geboren am 25.März 1904

Als am 25.März 1904 der Eröffnungszug über die gesamte Städtebahn rollte, waren die Menschen begeistert zu den Bahnhöfen gekommen um das neue Verkehrsmittel zu sehen, das ihnen den Aufschwung und den Anschluss an die „weite Welt“ brachte.
Heute, 111 Jahre später, ist von der Städtebahn nicht mehr viel übrig geblieben.
Im Jahre 2004 hat sie, schon in der Agonie liegend, das 100 jährige Jubiläum noch erleben dürfen.
Dann ging es rasant bergab und es gab sehr viele Helfer dabei.
Der Landkreis, unter dem damaligen Landrat Koch, hatte nur Interesse an seiner Buslinie.
Schienenpersonennahverkehr (SPNV), so ein Schrott! „Zurück auf die Straße“ war der Slogan.
Das war aber schon immer ein Problem bei den einzelnen Fürsten(tümern), über die Grenzen (auch alsTellerrand bekannt) zu schauen. „Ein Verkehrskonzept? Wir haben doch eins!“
Das Interesse für einen Weiterbetrieb war auf Seiten der Landesregierung aber auch nicht vorhanden. Es gab ein kurzes Vorwort des damaligen Landeschefs Platzeck in der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen, welches so eigentlich nicht veröffentlicht werden sollte, da hier schon der Tod der Strecke feststand.
So bestellte das Land Brandenburg keinen SPNV mehr und der Verkehr wurde eingestellt.
Auch die, mit den am Erhalt und Betrieb Interessierten, besprochenen Zukunftspläne waren nach dem Erwerb der beiden Streckenabschnitte durch den Käufer nur noch Makulatur. Hier wurde hier der Firmenphilosophie Rechnung getragen und auch schon mal aus 80 m genehmigtem Rückbau mehr als 1000 m. Was stillschweigend durch das Landeseisenbahnamt hingenommen wurde.
Folgen gab es keine.
Dem Schrottpreis sei Dank konnte man hier mit einem niedrigen Einsatz einen anständigen Einnahmebeitrag verbuchen. Und der Schotter brachte wiederum „Schotter“ ein.
Dahingerede gibt es heut genug. Was ist ein Wort wert?
Überall heißt es: „Wir haben dafür kein Geld!“ Die Steuergelder werden dafür anderweitig verbrannt.
Leider gibt es beim Kauf von Schieneninfrastruktur keine vertraglich vereinbarten Trassensicherungen über 25 bis 50 Jahre. Damit würde man Spekulationen einen Riegel vorschieben.
Die Kreise und die Länder sind nicht gewillt, die Trassen in ihren Verkehrsplanungen weiterhin vor dem Überbauen zu schützen.
Eigentlich wollte man nicht die Fehler des Westens wiederholen! Was man auch nicht macht - man ist schlimmer!
Es wird stillgelegt und schnellstmöglich entwidmet, damit hier bloß kein Zug mehr fahren kann.
Durch die Stilllegungen von SPNV verdrängt man die bisherigen Fahrgäste auf die Straße. Auch die Zubringerfunktion ist damit hinfällig!
Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.
Nach Untersuchungen fahren bis zu 70% der ehemaligen Fahrgäste dann mit dem privaten PKW!
Soweit zu dem Umweltaspekt.
Dafür haben unsere Politiker ja eine neue Tummelwiese, es scheint hier nichts anderes zu geben wie Windkraft und Photovoltaik!
Die Oberbürgermeisterin von Brandenburg an der Havel sprach in einem Interview, im Zusammenhang mit dem Erhalt der Straßenbahn in Cottbus, von Fehlern, die man so nicht noch mal machen würde. Gemeint war hier die Stilllegung der Straßenbahn nach Kirchmöser. Es fahren dort nicht mehr so viele Leute mit dem Bus wie vorher mit der Bahn!
Nicht umsonst versucht die Verkehrsgesellschaft Belzig, den Schienenersatzverkehr zwischen Brandenburg und Bad Belzig „zu verbessern“. Verbunden mit dem Abkoppeln der Gemeinden Reckahn und Krahne von der durchgehenden Verbindung.
Eben ein Kollateralschaden.
Gottseidank ist immer noch Verlass auf die selbsterstellte Statistik.
Straßen müssen nicht kostendeckend sein (dafür haben wir ja auch immer noch genügend Geld), aber eine Bahnlinie sollte nach dem Ausbau schon im Folgejahr möglichst Fahrgastzuwächse und Gewinne verzeichnen. Das ist typisch kaufmännisch gedacht. Hier braucht es doch etwas länger zur Etablierung, Zeit die man aber dafür nicht bekommt.
Viele reaktivierte Bahnen haben bewiesen, dass es geht. Wenn der Wille bei allen da ist!
Untersuchungen hatten Potential auch bei der Strecke Brandenburg-Belzig nachgewiesen.
Der jetzige Versuch des Landkreises, die Strecke Belzig-Niemegk touristisch wiederzubeleben, sieht zur Zeit auch nicht nach einem glücklichen Ende aus. Das ist eher ein Placebo für das „Gewissen“.
Die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) hat ihren Projektbereich aufgelöst und der Bahnübergang Niemegk ist weg.
Dafür hat man alle Interessierten, die sich in diese Vorhaben einbringen wollten, richtig vor den Kopf gestossen.
Die üblichen Ausreden stehen wieder im Raum ...

Gestorben am 13.Dezember 2003

Ronald Peters
IG Städtebahn


 
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